Sieben geheimnisvolle Orte von Reichenfels bis Wolfsberg

(4) Ruine Painburg im Lichtengraben bei Bad St. Leonhard

Die Painburg, in einiger Entfernung zum Stadtzentrum von Bad St. Leonhard gelegen, ist eine besondere Sehenswürdigkeit. Die stark verfallene, aber nach wie vor sehr eindrucksvolle Ruine erinnert an eine der schönsten Wasserburgen im mittelalterlichen Kärnten. Um 1420 von den Herren von Pain errichtet, wurde die Burganlage einige Jahrzehnte später, wohl angesichts der drohenden Türkengefahr, weiter ausgebaut und stärker befestigt. Der noch vorhandene Wassergraben, die Reste von Pechnasen und Schießscharten zeugen von der einstigen Wehrfähigkeit. Als die Burg den Besitzern im 16. Jahrhundert offenbar zu klein und zu eng wurde, verließen sie die Burg und bauten in unmittelbarer Nähe das Schloss Lichtengraben. Die Burg war dem Verfall preisgegeben. Von der Painburg aus kann man den Nachfolgerbau, das Schloss Lichtengraben, sehen.

Sowohl die Ruine als auch das Schloss befinden sich in Privatbesitz. Eine Besichtigung ist daher nur von der Straße aus möglich.

Über Werner M. Thelian 95 Artikel
Jahrgang 1964, in Wolfsberg geboren und in Bad St. Leonhard aufgewachsen. Studium der Germanistik und Philosophie. Als Journalist, Autor und PR-Fachmann hat er zahlreiche Reportagen, Zeitungsserien und Bücher verfasst und gestaltet. Zu seinen Büchern gehören unter anderem Werke über das Lavanttal, wie »Bad St. Leonhard – Stadt mit Geschichte und Kultur« (1995), »Reichenfels – Ein Markt im Wandel der Zeit« (1996), »Lust auf Lavanttal« (2007), »Lavanttal – Wissens- und Sehenswertes« (2020) und »Brauchtum in Wolfsberg« (2023). Werner M. Thelian ist ein Kenner der Region, der seine Leser auf eine anschauliche Reise durch Gegenwart und Vergangenheit mitnimmt und dabei komplexe historische Zusammenhänge verständlich darstellt.

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