1838: Die Obstbaumschule Wiesenau verkauft Obstbäume

Am 4. September 1838 veröffentlicht die “Vereinigte Laibacher Zeitung” folgende Bekanntmachung:

“In der über 15.000 veredelte Bäume enthaltenden Obstbaumschule zu Wiesenau in Kärnthen sind diesen Herbst und kommendes Frühjahr, und so fort jedes Jahr, besonders schöne und gesunde, sowohl Zwerg- als hochstämmige Bäumchen der anerkannt besten Sorten Tafels-, Wirthschafts- und Most-Obst’s zum Verkaufe vorhanden. Der Preis samt Verpackung loco Wiesenau ist: für einen Aprikosen-oder Birnbaum 30 kr., für einen Apfel-, Kirschen-, Weichsel- und Pflaumenbaum 24 kr.

Nachdem die Baumschule 2304 Fuß über der Meeresfläche und den Nordwestwinden ganz offen liegt, so werden die daher bezogenen Bäume gewiss überall vortrefflich gedeihen, wo nur immer Obstzucht noch möglich ist. Man ratet für das Herbst-Setzen nur Steinobst zu wählen, indem das Kernobst, in dieser Jahreszeit gesetzt, besonders in kälteren Gegenden leicht längere Zeit kümmert.

Die P.T. Besteller werden ersucht, ihre Bestellungen sehr zeitlich (und wo möglich jetzt schon für kommendes Frühjahr) zu machen, indem im letzten Frühling wegen zu weit vorgerücktem Triebe verspätete Bestellungen nicht befriediget werden konnten; ferner ersucht man, im Falle die Bäume nicht selbst abgeholt werden, anzuzeigen, an wen selbe in Klagenfurt, Judenburg, Wolfsberg, Leoben, Rottenmann oder Marburg zur Übernahme und weiteren Beförderung zu übergeben sind, da nur an diese Orte von hier aus die Beförderung besorgt werden kann.

Wirtschaftsamt der Herrschaft Wiesenau, den 17. August 1838.”