Sieben geheimnisvolle Orte von Reichenfels bis Wolfsberg

Die Filialkirche in der Sommerau bei Reichenfels geht auf den mittelalterlichen Bergbau in der Region zurück und ist dem heiligen Oswald geweiht. Foto: wikimedia.

(2) Knappenkirche St. Oswald in der Sommerau

In der Sommerau bei Reichenfels erhebt sich ein markanter Bergkegel, auf dem die alte Filialkirche St. Oswald in der Sommerau steht. Die Kirche, in etwa 1.300 Metern Seehöhe errichtet, soll von Bergknappen erbaut worden sein und ist eine der ältesten Oswaldikirchen in Kärnten. Sie ist 1236 erstmals urkundlich erwähnt, aber manches spricht dafür, dass sie noch um einige Jahrzehnte älter ist und irgendwann im Laufe des 11. Jahrhunderts entstand.

Die Kirche, die über einem unterirdischen See erbaut worden sein soll, wurde dem Hl. Oswald geweiht. Oswald war König eines englischen Reiches und machte sich im frühen Mittelalter um die Verbreitung des Christentums verdient. Er starb im Kampf gegen heidnische Nachbarn. Die Oswaldikirche in der Sommerau war in früheren Zeiten reich begütert. Von hier aus wurden zahlreiche kirchliche Projekte im Lavanttal und in Kärnten unterstützt. Alljährlich wird bei der Oswaldikirche am ersten Sonntag im August der “Oswaldikirchtag” gefeiert.

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